Telekommunikation

Der Wandel der Telekommunikationstechniken

Was ist Telekommunikation bzw. Telekommunikationstechnik?

Definition

Telekommunikation bedeutet das Übermitteln von Informationen über große Distanz. Dabei kann es sich um Sprache, Text und auch Fotos und Bilder handeln. Die Informationen werden mithilfe von technischen Mitteln übertragen. Das alte Synonym für Telekommunikation ist das Fernmeldewesen. Die Telekommunikationstechnik ist der Weg über einen Transmitter vom Sender zum Empfänger Informationen über eine sehr lange Distanz weiter zugeben.

Wie funktionierte die Telekommunikationstechnik früher?

Zu den ersten Formen der Kommunikation gehörte Kuriere oder Boten, also Menschen, die persönliche Nachrichten und / oder Information von einem Menschen zu einem anderen Menschen überbrachten. Weitere Wege waren Feuerzeichen, Rauchzeichen und die Trommelsprache (alle drei Wege waren aus der Zeit von Indianern) bekannt.

Geschichte und Meilensteine der Telekommunikation

– Urform: Rauchzeichen, Feuerzeichen, Trommelzeichen

– Kulturelle Form: Vexilloide (Fahnen); Azteken bis zu den Römern

 (458 v. Chr. bis 1148 v. Chr.)

– Taubenpost (ca. 1000 v. Chr.)

– Spiegeltelegraf (405 v. Chr.)

– Spätmittelalter: Kreidefeuer, Lärmfeuer

– optische Telegrafie Robert Hooke (1684)

– optische Telegrafie Claude Chappe (1794)

– elektrische Telegrafie Claus Friedrich Gauß und Wilhelm Eduard Weber (1833)

– elektrische Telegrafie Samuel Morse (1838 bis 1844)

– Postreiten, Pony-Express: 1860 von Willi Hephurn Russell

– Transatlantische Telefonkabel: 1866

– Reichspost (1871)

– Werner von Siemens und George R. Carey (1875 bis 1879);

 Übertragung von Bildern mithilfe von Fotozellen aus Selen

– Alexander Graham Bell: 1876 das erste Telefon

– Erste Wählamt in Hildesheim (1908)

– Deutsche Post (1947)

– Deutsche Bundespost (ab 1950)

– Deutsche Postreform (1989); Aufgliederung der Deutschen

 Bundespost in Tochterunternehmen:

 a) Deutsche Bundespost Postdienst

 b) Deutsche Bundespost Postbank

 c) Deutsche Bundespost Telekom

Gründung der Bundesnetzagentur

Die Behörde wurde damals im Zug der Liberalisierung der Post und Telekommunikation 1998 gegründet. Seit 2005 heißt die Behörde Bundesnetzagentur. Zu den Kernaufgaben gehören einen fairen und diskriminierungsfreien Wettbewerb für sämtliche Teilnehmer auf dem Markt sicherzustellen.

Veränderungen der Telekommunikation früher und heute

(Unsere Kommunikationsverhalten hat sich gewandelt)

Heute:

Vorteile:

– unabhängig von räumlicher Distanz

– schneller

– hohe Anbieterdichte bei Messenger Diensten

– hohe Anbieterdichte bei Internetdiensten

– ständige Erreichbarkeit privat in Notfällen (24h / 7 Tage)

– ständige Erreichbarkeit beruflich in Notfällen (24h / 7 Tage) Supportleistungen

– sich treffen per wenige Tastenklicks

– hohe Kontaktdichte durch das Internet (Facebook und Co.)

Nachteile:

– Menschen sind transparent geworden

– keine Privatsphäre mehr allgemein

– keine Privatsphäre bei persönlichen Treffen. Störung durch Smartphone

– ständiger Antwortdruck

– wer nicht online ist gehört in mehr dazu

– Sekunden vor dem Treffen per SMS oder Sprachnachricht auf Smartphone absagen

Früher:

Vorteile:

– ruhigere und entspanntere Zeit

– besser Privatsphäre möglich

– keine Erreichbarkeit rund um die Uhr

– persönliche Kontakte durch mehr Treffen nach außen

– fester beruflicher Feierabend – Erholungszeit

– Verabredungen wurden fest eingehalten

– Verabredungen wurden rechtzeitig (1 oder 2 Tage vorher) abgesagt.

Nachteile:

– keine rund um die Uhr Erreichbarkeit bei Notfällen jeglicher Art

– weniger Kontakte – nicht so weltoffen wie heute

– geringe Internationalität von Kontakten

– auf Antworten musste gewartet werden (Postweg)

Die Geschichte des Wählscheibentelefons zu den wichtigsten Telefonen in Deutschland zählten:

– Modell W28 ab 1928

– Modell W38 ab 1938

– Modell W48 ab 1948

– FeTap611 ab 1963

– Siemens Etafon ab 1964 (das erste Tastentelefon)

Das Wählscheibentelefon

Das Telefon bestand aus einer Wählscheibe, die aus Plastik in die Löcher durch gestanzt waren. Darunter befand sich ein rundes Ziffernblatt mit den Ziffern null bis neun. Der Nutzer bewegte mithilfe eines Zeigefingers die Wählscheibe bis zum Fingeranschlag. Das wurde mit jeder Ziffer gemacht. Am Ende klingelte es am anderen Ende der Leitung.

Das Wählscheibentelefon konnte in der Wohnung hingestellt werden (damals entweder im Flur oder im Wohnzimmer), aber es gab auch die Möglichkeit, das Telefon an der Wand zu montieren. Ein markantes Merkmal war die Telefonschnur, welche in einer Dose an der Wand eingesteckt war und mit dem Telefon verbunden wurde.

Die Historie des Tastentelefons

Am 15.11.1976 wurde das Tastentelefon erstmals genannt und vorgestellt. Die Markteinführung wurde dann 1977 beschlossen. Das Telefon kam aber nicht gut an. Die Neuerung waren nur schwarze Zifferntasten und ansonsten gab es nichts, was einen Boom hätte auslösen können. Der Nutzer „tippte“ die Ziffern ein, anstatt diese zu „wählen“. Im Prinzip war es eine minimale Zeitersparnis beim Anrufen.

Entwicklung

Diese beruhte auf dem Kraftaufwand, welcher anfänglich für das Drücken der einzelnen Zifferntasten beansprucht wurde. Heute wird die Taste nur angetippt mit den Fingerspitzen und die Ziffern werden getippt. Die Tastenblöcke finden heute bei den Smartphones und Tablets noch immer Verwendung.

Vorteile

Ergonomische und leichtere Tasten. Teilweise sind diese Tasten sogar beleuchtet. Seit den 80er-Jahre ist das schnurlose Telefonieren möglich. Ebenso wurde ein Wandel von analog nach digitaler Telefonie gemacht. Mit dem Erfolg, dass mehrere Telefonate über eine Leitung gemacht werden konnten. Somit wurde die Datenrate erhöht und es gab eine Vielzahl von Komfortextras bei den Telefonen.

Geschichte des Mobilfunks

Ausgangspunkt für die Entwicklung des Mobilfunks war das Telefon. Ohne den Vorläufer wäre der Mobilfunk in entstanden.

1958 wurde das A-Netz eingeführt. Die Telefone waren sehr unhandlich, teuer und schwer. Umgangssprachlich wurden diese auch „Hundeknochen“ getauft. Man war unterwegs telefonisch erreichbar und konnte auch selbst telefonieren. Diese Telefone fanden Anwendung bei der betuchten Gesellschaft, weil diese sich ein teures Gerät auch leisten konnten. Der Hauptanwendungsbereich war in Autos, als Autotelefon.

1972 wurde dann das neue B-Netz ins Leben gerufen. Dennoch war das Netz schnell an der Belastungsgrenze angelangt und auch leider nicht für den normalen Bürger optimal nutzbar. Das A-Netz und das B-Netz waren bekannt dafür, dass Telefonat bei einem Wechsel zwischen den Funksendemasten abbrachen. Der gewünschte Teilnehmer musste erneut angerufen werden.

1984 kam das C-Netz. Mit den Vorteilen, dass Teilnehmer feste Rufnummern hatten. Insgesamt nutzten damals schon 850.000 Teilnehmer das neue C-Netz. Der einzige Nachteil im Ausland war am nicht erreichbar, weil dort andere Anbieter genutzt wurden.

D-Netz

1991 ging das abhörsichere D-Netz in Betrieb. Allerdings wurde der Anbieter von der Regierung gezwungen, Möglichkeiten zu schaffen, die Telefonate bei Bedarf per Gerichtsbeschluss mithörbar zu machen. Das D-Netz war mehrdienstfähig und konnte Sprache, Text und Daten übermitteln.

LTE – Netze

Die Weiterentwicklung ist das LTE-Netz von 2G, 3G,4G bis zum heutigen 5G-Netz.

Die ersten Handymodelle

Das erste Handy kam 1983 auf den Markt in den USA. Es kostete damals 3.995 US-Dollar. Modell DynaTAC8000X, wog 800 Gramm, war 25 Zentimeter groß, keine Antenne, hatte eine Gesprächsdauer von 30 Minuten und einen internen Telefonspeicher von 30 Rufnummer. Der Akku musste zehn Stunden geladen werden.

Geschichte des Smartphones

Diese Geschichte ist durch eine Vielzahl an Wendepunkten und Neuerungen auszumachen. Das erste Smartphone kam 1994 auf den Markt. Der sogenannte IBM Simon Personal Communicator.

Der Telekommunikationsweg Internet

Das Internet gibt es als Massenmedium erst seit 15 Jahren, und andere „neue“ Medien erleichtern und befördern die weltweite Ausdehnung von Kommunikationsbeziehungen: die transkulturelle Kommunikation. Wissenschaftler sprechen von einer Globalisierung der ganzen Welt.

 

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